Über Solidarität gegen Repression

Sonntag 12. September 2010

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Eines der Hauptprinzipien des No Border Camps ist es Solidarität gegen jedwede Art von Repression zu zeigen! Warum ist das so?

Das No Border Camp basiert auf der gemeinsamen Forderung, dass Mensch ein Recht auf Bewegunsfreiheit und freie Wahl des Wohnsitzes hat. Zu Grunde liegen die Weltanschauungen eines "gemeinsam benutzten" Planeten und der Ablehnung jeder Art von Herrschaft, soziale sowohl als auch kulturelle. Diese Forderung vereint uns im gemeinsamen Streben nach Veränderung. Desweiteren sind wir Teil der Auflehnung gegen ein globalisiertes System mit dem wir weder "Werte" noch "Zielvorstellungen" teilen. Plündern statt teilen, ausnutzen statt teilhaben, Kommerzialisierung statt Großzügigkeit und Exklusion an Stelle von Toleranz, sind Werte die dieses System verinnerlicht hat und die Gesellschaft mehr spaltet als vereint. Genau das ist es was passiert, wenn einige Menschen das Leben aller beherrschen und sich an ihre Privilegien und Macht klammern.

Der irreführende Schleier der Demokratie unter dem sie ihre Herrschaft walten, versteckt spärlich deren grenzenlose Gier. Jedoch dient er als Mittel für eine ungerechte Anwendung von Gesetzen, welche immer noch als "demokratisch" präsentiert wird, um Gegner des Systems gekonnt auszuschalten, da sie in den Augen der Gesetze "anti-demokratisch" handeln.

Wir teilen die gleichen Forderungen und Toleranz gegenüber allen jedoch teilen wir nicht dieselben Strategien und Arten Aktionen zu leiten. Da wir uns aber dessen bewusst sind, dass niemand immer Recht hat und unterschiedliche Herangsgehenweisen das Gesamtbild stärken (oder erweitern) können, aktzeptieren und feiern wir diese Verschiedenheit und Fülle an Ideen.

Natürlich sehen wir nicht jede Aktion unkritisch. Manche werden uns insuffizient oder sogar schädlich erscheinen. Diese Art von Aktionen wird von manchen als "Verwendung der selben Waffen" verstanden jedoch werden andere als "zu gewaltätig oder "unbeliebt" eingestuft. Manche tendieren zu zivilem Ungehorsam, andere Menschen denken in einem kapitalistischen Kontext: Man sollte vor allem finanzielle Schäden gegen Einrichtungen (und Personen) anwenden die für das System arbeiten. ABER wir lassen uns nicht trennen. Wir sträuben uns gegen den gesetzlichen Rahmen der uns aufgezwungen wird. Wir werden Aktionen nicht vom Kontext trennen: Wir alle widersetzen uns einem System dessen Gewalt täglich ausübt und verinnerlicht hat. Beispiele finden sich genügend an den Grenzkontrollen, in den Abschiebeknästen und der steigenden polizeilichen Gewaltausübung.

Wir sind uns auch bewusst, dass Repression kaum proportional ist, manchmal blind vollzogen wird und nicht immer gegen "gewaltsame" Aktionen abzielt. Denn jede nicht authorisierte Aktion kann schnell als illegal zählen. Das juristische System ist Untertan des Staates. Es schützt das System gegen das wir kämpfen. Es benutzt Gesetze um die Möglichkeiten für Proteste einzuschränken und deren Auswirkungen zu minimieren.

Deswegen zeigen wir uns solidarisch gegen Repression welche auf jede Art von Aktionen abzielt, die sich unseren gemeinsamen Ziel einen Schritt nähern wollten. Eine gerechtere Welt, mit echter Demokratie und mehr Solidarität. Solidarität wird sich in unseren Ansagen, unserem Schweigen und in unseren Aktionen finden. Unsere Sicherheit, Gemeinschaft und Effektivität stehen auf dem Spiel!

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